In eigener Sache

Lions Quest „Erwachsen werden“ – Ein Programm macht Schule

Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten tiefgreifend  verändert (Berufstätigkeit beider Elternteile, Eltern reden nur mehr 7 Minuten pro Tag mit ihren Kindern, Einzelkinder, hohe Scheidungsraten…) und verändert sich durch die neuen Medien mit einem beängstigenden Tempo weiter. Lehrer/innen müssen immer mehr die Hauptaufgabe der Eltern, nämlich die Kinder zu erziehen, übernehmen. Die heutigen „Schulprobleme“ machen sich die Schulen und Lehrer/Innen nicht selbst, sondern die Probleme der Gesellschaft, wie Gewalt, Mobbing, Süchte aller Art (Internet, Handy, Alkohol, Nikotin, Drogen), fehlende Wertschätzung, Fremdenfeindlichkeit werden in die Schulen hinein getragen. Lehrer/Innen haben vielfach nicht die pädagogische Ausbildung, auch nicht die Zeit und nötige Unterstützung, um mit diesen Problemen umgehen zu können.

Die zentrale Aufgabe der Schule, Wissen im Unterricht zu vermitteln, tritt in den Hintergrund bzw. wird durch Verhaltensprobleme (emotionale und soziale Defizite, schlechtes Zuhören, Mobbing, Ablenkung durch die neuen Medien) erschwert. 600 000 Österreicher können, wie man aus Untersuchungen erfährt, nicht Sinn erfassend lesen und sind Halb – oder – Ganzanalphabeten, damit schwer in den Arbeitsmarkt zu integrieren und beginnen ihr Erwachsenleben mit Arbeitslosigkeit.

Die Globalisierung, Korruption, Finanz –und Wirtschaftskrisen der letzten Jahre, Umweltzerstörung, Migration und die digitale Revolution erfordern eine Neuausrichtung der Bildung, um junge Menschen auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorzubereiten (Agenda 21-Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung Rio de Janeiro).

Wissen allein genügt nicht mehr. Wissen ist heute überall und jederzeit verfügbar und abrufbar. Statt nur Wissen beizubringen werden Schulen Orte, wo man lernen muss mit Wissen umzugehen. Sie werden immer wichtiger für Bildung im Sinne von Herzensbildung, emotionaler und sozialer Bildung, persönlicher und sozialer Verantwortung, ethisches Bewusstsein, kritische Beteiligung an öffentlichen Entscheidungsfindungsprozessen. Ausbildung ohne Bildung in diesem umfassenden Sinn führt zu Wissen ohne Gewissen.

Lions Quest vermittelt genau diese lebenswichtigen Kompetenzen und Werte wie Selbstbewusstsein, Erkennen der eigenen Stärken und Grenzen, Selbstorganisation, Umgehen mit Emotionen, Erreichen selbst gesetzter Ziele, soziales Bewusstsein, Verstehen und Empathie für Andere, Wertschätzung, Beziehungsfähigkeit, Teamfähigkeit, Konflikt- und Stressbewältigung, Treffen ethischer, konstruktiver Entscheidungen.

Wie man das im Unterricht umsetzt, erlernen und üben die Teilnehmer/innen bei Lions Quest Seminaren in weniger traditionellen Unterrichtsformen wie Interaktionsspielen, Modelllernen, Visualisieren, pädagogischem Rollenspiel, Energizer, Gruppenarbeit – der Lehrer wird zum Moderator in der Förderung der Teamarbeit und Kreativität der Schüler.

Lions Quest „Erwachsen werden“ trägt dazu bei aus Jugendlichen selbstbewusste, engagierte, kritisch denkende, eigenverantwortlich handelnde und sozial kompetente junge Menschen zu machen, die den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen sind.

Wir LIONS leisten mit Lions Quest einen wesentlichen Beitrag dazu!

Dr. Franz Mayer

Obmann Verein Lions Quest Österreich (LQÖ)

Weiz, 01.03.14